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21.03.2016 07:46

Sensationelle Teamleistung als Saisonkrönung

Kategorie: H1
Von: Josh
Volley Solothurn – VBC Willisau 0:3 (23:25, 13:25, 18:25)

Am Sonntag reiste das Fanionteam des VBC Willisau zum letzten Spiel dieser Saison nach Solothurn. Im Rückspiel um den eventuellen Verbleib in der 1. Liga wussten die Grafenstädter, dass sie zwei Sätze gewinnen mussten, wenn sie sich die Chance auf den Ligaerhalt erhalten wollten. Die Heimmannschaft aus Solothurn, die gegenüber dem Hinspiel in Willisau mit vier zusätzlichen Spielern verstärkt war, zeigte bereits beim Einlaufen grosse Motivation und Stimmung. Für Willisau war klar, dass das kein einfaches Spiel wird und dass der Gegner den Sieg nicht einfach verschenken würde. Angesteckt vom Gegner war dann aber auch bei den Spielern von Willisau plötzlich eine enorme Motivation und Aggressivität zu spüren.

Der Start des Spiels war hart umkämpft, beide Mannschaften konnten schöne Punkte feiern. Trotzdem war es die Heimmanschaft aus Solothurn, die stets einige Punkte in Front lag. Den zwischenzeitlichen Rückstand von fünf Punkten konnten die Grafenstädter erste gegen Ende des Satzes ausgleichen, ja sogar vorlegen. So ging ein knapper, hart umkämpfter und emotional stark beladener erster Satz schliesslich an Willisau mit 25:23 Punkten.

Der Rest des Spiels kann so zusammengefasst werden: Auf der einen Seite die Heimmanschaft, die geknickt vom ersten Satz und vom verpassten Satzgewinn mit dem Selbstvertrauen haderte. Auf der anderen Seite die Gäste aus Willisau, die eine ihrer besten Saisonleistungen zeigte und den Gegner konstant dermassen unter Druck setzten, dass dieser nie mehr richtig ins Spiel fand. So gingen die Sätze zwei und drei klar mit 25:13 und 25:18 an die Willisauer.

Willisau zeigte zum Schluss der Saison eindrücklich, wieso sie in die 1. Liga gehören. Bei dieser starken Teamleistung zeigte jeder Spieler eine starke Vorstellung. Und es brauchte jeden Einzelnen für diesen Sieg. Einen Remo Weingarter, der trotz Schüttelfrost und Gliederschmerzen als Libero Annahme um Annahme zum Passeur schickte, als wäre es das Leichteste auf der Welt. Einen Steven Wyss, der von Beginn weg auf dem Spielfeld stand  und dem Coach keine Gründe gab, wieso man ihn in diesem Spiel auswechslen sollte. Besonders mit den vielen frechen Pässen in die Mitte konnte der Gegner immer wieder überrascht werden. Einen Elias Müller, der als Aussenangreifer wie schon im Hinspiel völlig befreit mit harten Smashes und gezielten Finten als Punktegarant fungierte. Einen Mario Kurmann, der zum einen die Annahme und Verteidigung stark stabilisierte und zum anderen vor allem in brenzligen Spielsituationen mit viel Spielwitz und Sicherheit den gegnerischen Block zum Verzweifeln brachte. Einen Dimitri Wüest, der diese Saison erst zum zweiten Mal in der Mitte spielte und trotzdem agierte, als würde er auf seiner absoluten Lieblingsposition angreifen. Mit seinen soliden Blockarbeit brach er Punkt um Punkt das Selbstvertrauen der gengerischen Angreifer. Einen Dani Schumacher, der grosse Freude auf dem Platz zeigte und durch den Passeur viel und erfolgreich im Angriff eingesetzt wurde. Und schliesslich einen Dave Wyss, der als Diagonalangreifer klug und überlegt spielte – je nach Spielsituation mit hart geschlagenen Angriffen oder clever gelegten Finten. Daneben darf auch Dominik Roos als zweiter Passeur nicht vergessen gehen. Er musste aufgrund der guten Team- und Passeurleistung auf dem Feld zwar keinen einzigen Punkt spielen, trotzdem unterstütze er die Mannschaft dadurch, dass er sie unentwegt anfeuerte und zur grossen Stimmung in der Halle beitrug. Und schliesslich Coach Erwin Mathis, der für den verhinderten Misik einsprang. Er stimmte die Mannschaft vor allem auf der psychisch-mentalen Ebene optimal auf den Gegner ein. Mitteblocker Joshua Herzog, der verletzt auf der Bank sass, machte daneben als Wasserträger, Tippgeber und Stimmungsmacher eine gute Figur.

Mit dieser grossartigen Teamleistung konnten die Willisauer eine durchzogene Saison mit vielen Hochs und Tiefs erfolgreich abschliessen. Nun liegt es nicht mehr in Willisauer Händen, ob man auch nächste Saison in der 1. Liga spielt. Je nachdem, ob sich eine andere Mannschaft zurückzieht oder welche Teamverschiebungen es in den einzelnen 1. Liga-Gruppen gibt, steht Willisau auf der Poleposition, um für eine offene Position nachzurücken.

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